• Sarah Neuwirth

Das spirituelle Ego

Das spirituelle Ego.


Ein nicht zu unterschätzender Aspekt, den die wenigsten sehen wollen oder auch können.

Ich habe mich selbst intensiv mit diesem Aspekt in mir beschäftigt und es ist ein immer wieder hochachtsames Hinschauen nötig. Diesen Anteil im Blick haben, ihn immer wieder wie zurück zu rufen. Von den vermeintlichen Bühnen runter. An die eigene Seite.


Dieser Anteil in einem selbst beginnt sich groß aufzuspielen, wenn man schon einige Zeit bewusst auf dem eigenen spirituellen, energetischen Wegen unterwegs ist. Gut unterwegs ist. Egal, wo und wie jetzt. Ob im Stillen oder auch in der Berufung im Außen. Wo auch immer die innere Berufung liegt, in Verbindung mit Erdmagie, Sternenmagie, ganz im irdischen Beruf und was es sonst noch für Ausrichtungen gibt.


Dieser Anteil, der sich mit Hochmut und Gier den Platz teilt sät Samen, die alle guten Projekte und Ausrichtungen wie unterhöhlt und irgendwann alles zum Wanken bringen kann. Es wird unrund. Und alles an Innenarbeit greift irgendwo nicht oder nur kurz.


Man meint, alles zu wissen. Alles zu können. Alles zu durchschauen.

Oft mit einem Mantel an vermeintlicher Hingabe für den eigenen Weg umsüßt.

Man hält sich in gewissen Aspekten wie in einer Art Scheinfrieden und in Wahrheit ist vieles unrund. Wenn man ehrlich hinschaut, was dann kaum noch möglich ist.


Wenn jemand aus dem Außen einen Blick dafür hat, was meiner Meinung nach nur wenige haben, na dann, Halleluja. Da kommt entweder extremer Hochmut, ein drüber stehen wollen, es eh wissen oder/und ein sofortiger Angriff. Oft unbewusst, hinter einer süßlichen Maske getarnt. Das ist alles keine böse Absicht zumeist. Wobei es auch hier Unterschiede gibt.


Warum diese Reaktion? Der eigene Weg wird bei diesem Hinweis vermeintlich infrage gestellt und gefühlt angegriffen. Weil man hat sich ja etwas aufgebaut. Ein Bild auch von sich selbst, dem eigenen Dienst in der Welt. Und man hat zu diesem Zeitpunkt meist auch schon viele harte, steinige Jahre hinter sich. Und es ist doch jetzt endlich gut. Man hat es doch endlich verstanden.


Ja, das gibt es alles. Und wenn mir das begegnet, ich sehe es. Und ich weise darauf hin, wenn es zu tun ist. Auch ich wurde darauf hingewiesen, bis ich es irgendwann annehmen konnte. Doch wenn diese Frauen, Männer nicht bei mir in Einzelbegleitung sind, kann es meist nicht angenommen werden. Deswegen drehe ich mich irgendwann einfach um und gehe.

Und auch im Einzelsetting, in den Langzeitbegleitungen. Da geht das schon eher, doch es ist tricky. Weil dann gehen oft individuelle Themen mit auf, die sich ziemlich aufblasen, auch wenn eigentlich nur noch Nuancen in einem da sind. Das ist dann die Bühne des spirituellen Egos.


Im bewussten, auch unaufgeregten Blick auf das Ganze, kann man diese aufploppenden Dramen auch mal zur Seite stellen und dahinter schauen. Was ist da, was sich da so aufspielt?


Diesen Aspekt zu sehen und zu erkennen, kann mitunter schockierend sein. Man glaubt doch so gut und rein zu sein, so "weit" zu sein. Und es ist für mein Gefühl, sehr sehr wichtig diesen Aspekt irgendwann zu erkennen. Diesen Schein zu durchleuchten. Damit das Echte, dass eh schon DA ist, wirklich sichtbar und lebbar wird.


Diesen Aspekt einfach sehen und auch annehmen. Ihn ganz nahe zu sich holen. Ihn im absolut klaren Blick immer wieder wie "abbauen" und gemeinsam zu gehen beginnen. Um ihm dadurch nach und nach einen neuen gesunden Platz in sich selbst zu geben. Ihn neu zu integrieren in sich selbst. Und ihn auch gut im Blick zu haben. Immer wieder und wieder. Manchmal detaillierter, doch immer mehr einfach integriert im bewussten Umgehen damit. Wie mit anderen Aspekten von einem selbst auch. Er darf DA sein und muss auch nicht losgeworden werden. Das ist so so wichtig. Denn durch eine Abspaltung, weil man das nicht will und überhaupt, da wird es dann erst richtig ungemütlich. Annehmen, damit gehen lernen. Irgendwann essentiell. Und für manche ist es mehr, für manche weniger ein Thema.


Vielleicht ist dieser Post ein Anstoß für dich, da mal näher in dir zu hinschauen. Diesen Schein zu erkennen. Oder einfach diesen Aspekt weiter im Auge zu behalten.


Ohne Kampf, ohne Schuld. Diese Facette ist halt DA. Sie gehört dazu, wie so vieles andere auch im eigenen Sein.

Doch auf welchem Platz steht sie in DIR?

Das ist entscheidend für mein Gefühl.. Dann kann auch hier eine befruchtende Partnerschaft oder einfach ein miteinander gehen entstehen, wo man halt recht achtsam sein muss. Und klar in der Führungsrolle zu bleiben hat. Mittlerweile lieb ich sie, auch wenn es da immer wieder mal größere oder kleinere Ausscherer gibt. Dann schau ich einfach wieder näher hin. Easy. Sich auch da Leichtigkeit erlauben. Drama Ende. 💙


Alles das ist nichts Neues im Grunde, doch es war mir gerade jetzt ein Bedürfnis das anzusprechen 💙


Von Herzen einen wunderbaren, inspirierten Tag 💙




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